Der Samen des „Vaters der Mikrobiologie“: Die Geschichte der Spermien unter dem Mikroskop

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Sonniger Tag in Delft (niederländische Stadt), 1677. Anthony van Leeuwenck verliebt sich in seine Frau. Er schaudert vor Orgasmus, steht aus dem Bett und eilt, um ein Mikroskop zu holen. Dadurch ist er nicht nur damit beschäftigt, Zeit mit seiner Frau zu verbringen, sondern auch mit den wichtigsten wissenschaftlichen Experimenten im Auftrag der Royal Society of London.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Leveghuck dank seiner Entwicklung — dem Mikroskop — bereits einen gewissen Ruf erworben. Er untersuchte verschiedene menschliche Körperflüssigkeiten, darunter Tränen, Blut, Muttermilch und Speichel. Und dieses Mal war das Sperma an der Reihe.

Dazu entnahm Anthony direkt von seiner Frau eine Probe seines eigenen Spermas, gab etwas Substanz auf das Gerät und richtete das Mikroskop auf die Sonne — „bevor er sechs Impulse zählte“. Beim Blick durch die Linse sieht er als erster Mensch eine lebende Samenzelle.

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In seinem Brief vom November 1677 — De Natis e semi-genital animal culis — an die königliche Londoner Gemeinde beschreibt Anthony eine Szene mit „kleinen Tieren“ mit Köpfen und fast durchsichtigen Schwänzen. Und jeder von ihnen „bewegte sich wie eine Schlange oder ein Aal im Wasser“, wie er es ausdrückte.

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Levehoek wusste, dass seine Erkenntnisse sehr wichtig waren. Er untersuchte dieses Problem weiter — er untersuchte das Sperma von Tieren und entdeckte, dass es im Testkreis produziert wurde. Allerdings überschätzte er das Potenzial seines Forschungsgegenstandes. Leveghuck begann zu argumentieren, dass Spermien das Einzige seien, was zur Entstehung eines Embryos nötig sei, und dass die Eizelle und die Gebärmutter nur als Nahrung während des Wachstumsprozesses benötigt würden. Und dies veränderte das Weltbild der damaligen Naturwissenschaftler völlig — die Vorstellung, dass sich ein Spermium aus einer Eizelle erst entwickelt, nachdem es von einem „lebendigen Geist“ „erleuchtet“ wurde.

Die wahre Rolle von Spermium und Eizelle blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts unklar.

Sperma unter dem Mikroskop! mit ärztlicher Stellungnahme

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