Bisexualität — Orientierung oder sexuelle Unsicherheit?

Bisexualität — Orientierung oder sexuelle Unsicherheit?

Bisexualität, Orientierung, Sexualität, Unsicherheit

Im Jahr 2008 wurden die Ergebnisse einer zehnjährigen Studie zur weiblichen Bisexualität veröffentlicht. Bald darauf Lisa M. Diamond, Autorin der Studie „Sexual Fluidity: Understanding Women“s Love and Desire«. Auf einer der ersten Seiten sind Zeilen zu lesen wie „Dieses Buch ist den 100 Frauen gewidmet, die mit mir gesprochen haben«.

Inhalt des Artikels:

Lisa M. Diamond ist Psychologin und feministische Professorin für Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie an der University of Utah. Ihre Arbeit zielte darauf ab, die Frage zu beantworten, ob Bisexualität eine dritte sexuelle Orientierung oder einfach eine Folge der den Menschen innewohnenden sexuellen Vielfalt ist.

Viele Menschen glauben, dass Bisexualität ein vorübergehendes Phänomen ist, eine Übergangsphase des Experimentierens, die eine Person auf der Suche nach sexueller Identität durchläuft.

Andere argumentieren, dass Bisexualität ein Trick von Frauen sei, um die Aufmerksamkeit von Männern zu erregen.

Lesen Sie auch: Homosexualität: Es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine nicht-traditionelle sexuelle Orientierung

Für Menschen mit nicht-traditioneller sexueller Orientierung war der Beginn des neuen Jahrtausends ein Hauch frischer Luft. Endlich wurde dies von einem bedeutenden Teil der Gesellschaft anerkannt.

Bisexualität

In ihrer Studie begleitete Lisa 70 Frauen 10 Jahre lang. Jede Frau identifizierte sich selbst als lesbisch oder bisexuell oder war sich über ihre sexuelle Orientierung nicht sicher.

Bisexualität, Orientierung, Sexualität, Unsicherheit

In diesem Zeitraum von zehn Jahren wurden die Teilnehmer fünf Mal gebeten, ihre sexuellen Vorlieben, ihre Beziehungen zu ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld sowie ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen, zu denen sie sich sexuell hingezogen fühlten, detailliert zu beschreiben.

Basierend auf den gewonnenen Daten kam Lisa zu dem Schluss, dass Bisexualität keine Übergangsphase „auf dem Weg« zur Lesbenwerdung von Frauen ist. Dies ist auch keine Manifestation der „experimentellen Phase«.

Bisexualität sollte als ein stabiles Muster der Anziehung zu beiden Geschlechtern betrachtet werden, mit einem besonderen Gleichgewicht zwischen gleichgeschlechtlichem und unterschiedlichgeschlechtlichem sexuellem Verlangen, das je nach persönlichen und situativen Bedingungen variiert«, schrieb sie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"