Die Begriffe „durchschnittlich“ und „normal“ sind nicht uneingeschränkt geeignet, um das Sexualleben einer Person zu beschreiben.

Viele Menschen, die sich über die Medien zu bestimmten sexuellen Themen informieren, stellen fest, dass ihre persönlichen Erfahrungen stark vom Konzept des „Durchschnitts“ abweichen. Sie sind besorgt und suchen sogar Rat bei Experten, da sie behaupten, ihre Indikatoren entsprächen nicht dem „Normalen“. Doch ist diese Schlussfolgerung zutreffend?
Inhalt des Artikels:
Durchschnittswerte können überraschend nützlich sein, da sie große Datenmengen verallgemeinern. Sie können jedoch gefährlich werden, wenn Menschen beginnen, sich mit diesen Werten zu vergleichen und alles, was nicht dem Durchschnitt entspricht, mit „abnormal“ gleichzusetzen.
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Schließlich ist anzumerken, dass „normal“ eine höchst subjektive Einschätzung ist, die von vielen Faktoren abhängt. Für viele Paare ist es beispielsweise unnormal, einmal im Jahr Sex zu haben; für viele Paare ist es unnormal, einmal im Jahr Sex zu haben. Stimmt’s? Stellen Sie sich nun ein älteres Ehepaar vor, beide Partner weit über 95. Angesichts ihres Alters und ihrer Gesundheit ist Sex einmal im Jahr absolut normal. Wie Sie sehen, passen die Begriffe „durchschnittlich“ und „normal“ nicht ganz zusammen. Außerdem sind das eher subjektive Kriterien. Lassen Sie sich daher nicht von vermeintlichen Unstimmigkeiten in den Daten verunsichern und urteilen Sie nicht voreilig. Wir sind alle verschieden, und was für den einen funktioniert, muss nicht unbedingt auch für den anderen gelten.
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