Erschrecken Sie Kinder nicht! Denn wenn wir Kinder mit einer negativen Einstellung zu Sexualität erziehen, tun wir ihnen keinen Gefallen.

Im Film „Mean Girls“ unterrichtet eine Lehrerin an einer Mittelschule ihre Schülerinnen im Sexualkundeunterricht: „Habt keinen Sex, sonst werdet ihr schwanger und sterbt!“

Inhalt des Artikels:

Wie erzieht man moderne Kinder? Wie kann man ein guter Elternteil sein? Satya Das

Natürlich heißt das nicht, dass sich moderne Eltern wie diese Lehrerin verhalten sollten. Aber in der Regel versuchen wir, Kindern und Jugendlichen im Gespräch über Intimität Informationen über die Risiken zu vermitteln. Indem man nur den Zusammenhang zwischen Sex und Krankheit oder Tod betont, kann man den Eindruck gewinnen, dass Sex viel gefährlicher und riskanter ist, als er tatsächlich ist, insbesondere im Vergleich zu anderen Aktivitäten. Lesen Sie auch:

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Laut einer Studie von Volunteers of America überschätzen wir die Risiken sexueller Aktivität und halten Sex für gesundheitsschädlicher als objektiv gefährlichere Aktivitäten wie Autofahren. Ein einziger ungeschützter Geschlechtsverkehr ist 17-mal tödlicher als eine lange Autofahrt. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu sterben, ist deutlich höher als die, sich bei einem einzigen sexuellen Kontakt anzustecken. Der Psychologe Justin Lehmiller argumentiert, dass unser Einfluss vor allem auf Einstellungen zur Abstinenz gerichtet ist. Und das ist sehr problematisch. Erstens: Verbotenes ist immer verlockend, und Horrorgeschichten sind besonders spannend. Zweitens: Wir nehmen Informationen über Sex als „gefährlich“ und „schlecht“ wahr, und viele Menschen (vor allem Mädchen in einem beeinflussbaren Alter) erleben nicht genügend Freude daran.

„Über Kinder auf eine erwachsene Art“: Vorpubertät, 8–12 Jahre. Ljudmila Petranowskaja

Angst, Kinder, Erziehung, negative Einstellung

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