Wenn Sie seit über 50 Jahren in der Sexindustrie tätig sind, oder Essays aus Amsterdam lesen

Sexarbeit in Amsterdam ist völlig legal und äußerst lukrativ. Daher können manche Frauen über ein halbes Jahrhundert in diesem Beruf bleiben. Zwei 77-jährige Schwestern erzählen, was sie unter „Beruf ihres Lebens“ verstehen und wie sich das Rotlichtmilieu ihrer Meinung nach in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
Inhalt des Artikels:
Louise und Martin Fokken verdienten ihren Lebensunterhalt ab dem Alter von 20 Jahren mit Sexarbeit und arbeiten trotz ihres Alters von 77 Jahren weiterhin im Baugewerbe.
Louise wurde von ihrem Ex-Mann, der ihr „Pumpmann“ wurde, zu diesem Einkommen überredet. Martin folgte seiner Schwester und probierte viele andere Berufe aus, die weniger gut bezahlt wurden.
Amsterdam | Reisesendung „Das Leben der Anderen“ 05. 04. 2019
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Die Schwestern sind heute Single, aber dankbar für die finanzielle Unterstützung, obwohl sie zwei Kinder — insgesamt sieben — und einen Enkel haben, der die Arbeit seiner Mutter und Großmutter anders sieht. Sexarbeit ist nicht immer angenehm, aber beide Schwestern teilten viele schöne Erinnerungen an ihre Kunden. Sie sagten auch, dass ihre Arbeit Spaß machen kann. Die meisten Männer, mit denen sie aktuell ausgehen, sind übrigens langjährige Stammkunden, einige von ihnen sind schon über 50 Jahre bei ihnen. Und sie sind traurig darüber, dass ihre Stammkunden ihre Zeit nicht wert sind. Was das Rotlichtviertel betrifft, eröffneten die Schwestern schließlich ihr eigenes Bordell (wie viele andere Frauen auch) und beendeten die rein männliche Erpressung. Die Schwestern berichten übrigens, dass ihre ehemaligen Kunden oft „Beziehungen“ und „Sex“ kauften. Louise beklagt außerdem, dass Rotlichtviertel in den letzten Jahren größtenteils zu Schnellservice-Zonen geworden seien.
Sexmuseum Amsterdam

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