5 wichtige Veränderungen in Pornofilmen der letzten 20 Jahre
Der nackte menschliche Körper und sexuelles Verhalten wurden seit Langem auf Fresken, Keramiken, Holzschnitten und Reispapierrollen dargestellt. Erotische Kunst gilt auch als eigenständige Literaturform. Mit dem Aufkommen der Fotografie entwickelte sich die Darstellung erotischer Szenen zu einem eigenständigen Industriezweig der Pornografie. Die Entstehung des Kinos führte zur Produktion von „schmutzigen“ Filmen, und die 1970er-Jahre (das goldene Zeitalter der Pornografie) wandelten sich zu einer riesigen Pornofilmindustrie.
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Wie Cosmopolitan anmerkt, hat die Branche in den letzten zwei Jahrzehnten einen globalen Wandel durchlaufen. Dank moderner Hochgeschwindigkeitstechnologie werden fast alle Pornovideos nicht nur für den Konsum, sondern auch für den weltweiten Vertrieb produziert und sind somit öffentlich zugänglich. Die Pornoindustrie, die zahlreichen Zensurverboten unterliegt, ist in vielen Ländern weiterhin illegal, obwohl die weite Verbreitung des Internets sie nahezu demokratisiert hat. Was hat sich in diesem Sektor seit den 1990er-Jahren grundlegend verändert?
1. Der Abstieg vom Profi zum Gonzo
Pornofilme wurden früher von professionellen Regisseuren, Drehbuchautoren, Kameraleuten und ganzen Filmteams produziert. Sie zeichneten sich durch Spielfilmlänge, aufwendige Kostüme und explizite Szenen aus. Heute werden etwa 95 % der modernen Produktionen im Gonzo-Stil gedreht, wobei der Regisseur/Kameramann selbst als Schauspieler fungiert. Solche Videos benötigen kaum Ressourcen. Das Internet hat diesen Prozess beschleunigt und ihn noch einfacher, günstiger und zugänglicher gemacht, was wiederum Amateurpornografie von engagierten Paaren anzieht. Wer sich also als Regisseur oder Star sieht und ein Smartphone besitzt — also alles hat, was man zum Filmen und Bearbeiten braucht — kann seine 10-minütigen Sexvideos drehen und sie dann auf Pornhub oder ähnlichen Seiten hochladen. So einfach ist das!
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2. Freier Zugang
Früher musste man VHS-Kassetten oder DVDs mieten oder kaufen. Heute kann man überall und jederzeit alles ansehen, was man will. Pornhub verzeichnete seit 2010 einen Anstieg des mobilen Datenverkehrs um 1. 424 %. Laut Nielsen konsumieren 29 % der erwachsenen Amerikaner Pornografie auf ihrem Arbeitscomputer (Daten von 2010). Zudem sind die Ansprüche weiblicher Pornokonsumentinnen in den letzten Jahren gestiegen. Pornhub gibt an, dass 2016 26 % der weltweiten Nutzer weiblich waren, gegenüber 23 % im Jahr 2014.
3. Piraterie schmälert die Gewinne
In den letzten 20 Jahren verdienten Darsteller und Produzenten von Pornofilmen deutlich mehr, da Stars Verträge für mehrere Filme abschlossen. Heute wird ihnen in der Regel nur noch eine einzelne Szene angeboten. Dies ist auf sinkende Studiobudgets und den geringeren Wettbewerb durch Seiten wie Pornhub und Redtube zurückzuführen. Tatsächlich konsumieren viele Menschen Pornografie kostenlos. Die Piraterie kostet die Pornoindustrie jährlich etwa 2 Milliarden US-Dollar. Während Pornodarsteller um die Jahrhundertwende durchschnittlich rund 100. 000 US-Dollar jährlich verdienten, liegt dieser Wert heute eher bei 50. 000 US-Dollar. Daher müssen Darsteller sehr kreativ sein, um ihr Einkommen zu sichern und ein Publikum zu gewinnen.
4. Ein neues Publikum
Aktuell gibt es ein Überangebot an Pornografie für Menschen verschiedener sexueller Orientierungen, und die Zahl der Konsumenten wächst stetig. Die Soziologin Dr. Chantelle Tibbals erklärte gegenüber Cosmopolitan, dass Filme für Lesben, Menschen mit Fetisch-Neigungen, Transpersonen und Homosexuelle immer beliebter werden.
5. Das klassische Aussehen von Pornostars hat sich verändert
In den 1990er-Jahren hatten Pornostars trotz der Vielfalt an Körpertypen ausnahmslos sehr schmale Taillen, große Brüste, athletische, runde Pos, strahlende, ausdrucksstarke Gesichter und — aus unerfindlichen Gründen — unfreiwillig gefärbtes Haar. Die Schönheitsideale der Branche haben sich jedoch deutlich verändert. Während das Bild einer sexy Frau einst als unerreichbare Fantasie idealisiert wurde, zeigt es heute das Mädchen von nebenan.






