Unterwerfung und Submissivität: Einsteiger in BDSM

Unterwerfung, Methoden, Einstieg, BDSM

Viele Menschen halten BDSM für eine unmenschliche Perversion. Befürworter hingegen bezeichnen ihre Praktiken als die liebevollste und fürsorglichste Form menschlicher Intimität. Normaler Sex beinhaltet oft keine Gespräche oder emotionale Verbindung. Im BDSM hingegen gibt es immer eine vorherige Vereinbarung und klare, intime Kommunikation. So entsteht eine besondere Art erotischer Interaktion, die auf Kommunikation und Vertrauen basiert.

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Ein kurzer Blick in die Geschichte

BDSM ist ein englischer Begriff, der die Grundelemente Disziplin und Fesselung, Unterwerfung und Dominanz, Sadismus und Masochismus umfasst. Der Begriff „Sadomasochismus“ wurde 1905 von Freud eingeführt. Er basiert auf zwei literarischen Werken und wurde nach deren Autoren benannt: „Justine“ von Marquis de Sade (1791) und „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch (1870).

Sexueller Sadismus und Masochismus wurden in der Psychiatrie zunächst als psychische Störungen und später als psychische Erkrankungen klassifiziert. Laut allen verfügbaren Daten unterscheiden sich aktive BDSM-Praktizierende jedoch in ihrer psychischen Gesundheit nicht von der übrigen Bevölkerung, und abgesehen von ihren sexuellen Präferenzen gilt ihr Verhalten in jeder Hinsicht als typisch.

Aufgrund mangelnder Forschung lässt sich die Anzahl der Menschen, die in unserem Land BDSM praktizieren, nur schwer bestimmen. Statistiken aus den USA deuten jedoch darauf hin, dass 2–3 % der Bevölkerung an diesem Phänomen beteiligt sind und dass etwa 20 % der Erwachsenen durch verschiedene BDSM-Videos un d-Geschichten sexuell erregt werden.

Globale Dominanz, Unterwerfung und Schmerz

Analysen zeigen, dass die Neigung zu BDSM in jeder Gesellschaft schon immer vorhanden war. Nicht umsonst sagte Henry Kissinger, Macht sei das „ultimative Aphrodisiakum“. Herrscher und Staaten ringen um Macht. Der Kapitalismus feiert Erfolg als Dominanz, und selbst Sportler streben nicht nur nach dem Sieg, sondern auch danach, ihre Rivalen zu „demütigen“. Schauen Sie sich um: Die meisten Menschen respektieren Überlegenheit und unterwerfen sich ihr bereitwillig, selbst in furchterregenden Situationen.

Viele Menschen werden erregt und gleichzeitig emotional aufgewühlt, wenn sie Schmerz empfinden. Oft erreichen Menschen den Gipfel des Triumphs durch körperlichen Schmerz und Entbehrungen und erleben anschließend Euphorie (denken Sie an Sporttraining, Wettkämpfe, Bergsteigen und sogar Ballett).

Dies ist keine Beleidigung oder Kränkung

Leider wird BDSM von den Medien stark verfälscht dargestellt, da dieses sexuelle Phänomen zu theatralisch dargestellt wird. Allerdings ist BDSM weder für dominante noch für unterwürfige Teilnehmer anstößig.

In seinem beliebten Buch SM 101: A Realistic Introduction schreibt der amerikanische Rechtsexperte, Pädagoge und BDSM-Autor Jay Weissman, dass Fesseln, Ketten oder Peitschen für Gewalt nicht notwendig sind — in liebevollen Händen steigern sie nur die sinnliche Erregung und ermöglichen es den Teilnehmern, die Interaktion als reine, hochwertige erotische Unterhaltung zu genießen.

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Sicherheitshinweise

Sicherheit ist das Hauptprinzip von BDSM-Spielen. Die Teilnehmer legen immer alle Phasen der Aktion im Voraus fest und die Grenzen des Schmerzes werden durch vorläufige Vereinbarungen und sichere Worte kontrolliert. Ein sicheres Wort ist ein Stoppsignal, auf das sich der Untergebene (unterster Partner) immer verlassen kann. In diesem Fall stoppt der Top-Partner die Aktion, die nur im gegenseitigen Einvernehmen wieder aufgenommen wird. Stopp, Nein, Nein, Stopp und ähnliche Ausrufezeichen gelten nicht als sichere Wörter, da sie einen Teil des Spiels, Vergnügen oder Unterwerfung andeuten können.

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Wenn der dominierende Spieler die vorherige Vereinbarung nicht einhält und das „sichere“ Wort nicht stoppt, verliert er das Vertrauen der „unten“ und zerstört dadurch die Beziehung. Mitglieder der BDSM-Gemeinschaft unterliegen dem Ausschluss von unten, nicht jedoch von unten.

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Intimität und Unterwerfung

Sabe („unten“) gilt als Untergebener, doch die Ironie liegt darin, dass auch der „Meister“ dem Stoppschild gehorchen muss. Darüber hinaus muss der „Top“ seinem „Sklaven“ gegenüber sehr verantwortungsbewusst und aufmerksam sein, damit er sich immer sicher fühlt. Sobald die Forderung auf die vereinbarte Höhe gebracht wurde, darf der „Eigentümer“ diese nicht überschreiten. Laut Aussage von BDSM-Spielern führt diese Interaktion zu einer unglaublichen erotischen Intensität und einer tiefen emotionalen Verbindung.

In den meisten konventionellen Beziehungen entwickelt sich keine Intimität. BDSM-Partnerschaften hingegen erfordern detaillierte und fortlaufende Gespräche. Die Beteiligten müssen jeden Aspekt der Aktivität im Voraus planen und abwägen. Viele Teilnehmer schwören darauf, dass diese Vorgespräche fesselnder, intimer und erotischer sind als die eigentliche Handlung. Selbst konventionelle Paare, die gelegentlich Machtspiele genießen, berichten, dass dies ihre Beziehung stärkt und die Intimität vertieft. Solche Gespräche über BDSM-Szenen ermutigen die Partner, sich in ihren sexuellen Begegnungen verbal mit anderen Beteiligten auseinanderzusetzen. Durch diese Spiele entwickeln Männer und Frauen Fähigkeiten wie offene Kommunikation, Vertrauen und Verantwortung für die Sicherheit ihres Partners.

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Einstiegsmöglichkeiten

BDSM-Psychologie / Psychologie der Unterwerfung

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