Fifty Shades of Japan. Legale Prostitution?

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Interessanterweise ist Prostitution in Japan seit 1956 illegal. Umso überraschender ist es, dass sich die Japaner an das Gesetz halten, während sie gleichzeitig Sex gegen Bezahlung anbieten. Denn Gesetzeslücken erlauben es, Beziehungen statt Sex zu verkaufen, und Liebesakte sind nur ein Teil solcher Verbindungen. Man könnte dies als fortgeschrittene „Escort“-Dienste bezeichnen. Besonders interessant ist, dass Oral- und Analsex in der Regel nicht als sexuelle Handlungen gelten und daher nicht als Prostitution eingestuft werden.

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Außerdem sollten Sie sich mit dem interessanten juristischen Begriff „Help Date“ vertraut machen. Dabei handelt es sich um sogenannte bezahlte Verabredungen, die meist von älteren Männern in Anspruch genommen werden, die sich wieder jung fühlen möchten. Sie können für ein Date mit einer deutlich jüngeren Frau bezahlen. Dies kann ein Kinobesuch, ein Spaziergang im Park usw. sein. Sexuelle Handlungen fallen jedoch nicht unter solche Verabredungen. Laut Statistiken japanischer Sexualwissenschaftler haben etwa 20 % der Frauen Enze Kosai ausprobiert.

Siehe auch: 50 Shades of Desire: Vom Gewöhnlichen zum Extremen

Nach der Veröffentlichung von E. L. James’ Roman „Fifty Shades of Grey“ und dessen Verfilmung verstummten die Debatten über den Einfluss von Bestsellern auf die veränderten Ansichten von Frauen zum Thema Sex.

Neben bezahlten Dates gibt es in Japan zahlreiche Cafés mit Fetisch-Elementen. Hübsche Mädchen in Dienstmädchenkostümen nennen Besucher „Meister“ und küssen sie. In den 1980er-Jahren gab es Cafés, in denen Mädchen oben ohne oder in Dessous auftraten. Berührungen waren verboten; man durfte sie nur bewundern.

Nachtleben in der japanischen Hauptstadt. Eine Gruppe halbnackter Mädchen auf einer Clubbühne.

Unten sind die sogenannten Hostessenclubs nach Beliebtheit (nicht nach Bekanntheitsgrad) geordnet. Dies sind moderne Clubs mit Frauen (oder Männern), die auf Kosten ihrer Kunden trinken, sich mit ihnen unterhalten, sie leicht berühren und sich allgemein amüsieren. Eine Art moderne Geisha — nur etwas kurviger. Wenn sich Kunde und Frau gut kennen, kann es jedoch auch zu Sex kommen (dies ist nicht im Preis inbegriffen).

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Darüber hinaus gibt es in Japan Automaten, die gebrauchte Unterwäsche usw. verkaufen. Somit lässt sich feststellen, dass es in Japan keine legale Prostitution gibt. Der Umsatz spezialisierter Cafés und Bars ist jedoch enorm.

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