Homosexuelles Verhalten verändert die Darmflora und kann zu HIV führen.

Bestimmte sexuelle Aktivitäten können die Darmflora und das Immunsystem beeinflussen und so das Risiko einer HIV-Infektion erhöhen. Dies sind die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Anschutz Medical Campus der University of Colorado. Die Ergebnisse einer neuen Studie wurden in der Fachzeitschrift PLOS Pathogens veröffentlicht.
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Die Darmflora — die Bakterienkolonien im Darm — spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Steuerung des menschlichen Immunsystems. Jüngste Studien haben jedoch gezeigt, dass sich die Darmflora von Männern mit homosexuellen Beziehungen grundlegend von derjenigen von Männern unterscheidet, die ausschließlich mit Frauen schlafen. Dieser Unterschied ist unabhängig vom HIV-Status.
Die Wissenschaftler des Anschutz Medical Campus wollten herausfinden, ob diese veränderte Darmflora das Wachstum von T-Lymphozyten (Zellen, die mit einem erhöhten HIV-Infektionsrisiko in Verbindung gebracht werden) fördert. Stuhlproben von 35 gesunden Männern (darunter Heterosexuelle und Homosexuelle) wurden Mäusen verabreicht. Mäuse, die Stuhlproben von Männern ausgesetzt waren, die Sex mit Männern hatten, zeigten eine erhöhte Aktivierung von CD4+-T-Zellen. Wären die Mäuse Menschen, würde dies auf ein erhöhtes HIV-Infektionsrisiko hindeuten.
Homosexualität und HIV

Die Gründe für diese besondere Zusammensetzung des Mikrobioms bei Männern in homosexuellen Beziehungen sind unklar. Für Risikogruppen ist dieses Verständnis wichtig, da es ein erhöhtes Krankheitsrisiko bedeutet, so Palmer.






