Das passiert unserem Helden in Querétaro; er ist über 20 Jahre alt. Seinen vollen Namen benutzt er selten. Man kann ihn Toobi nennen, was übersetzt „Toobi“ bedeutet.
Toby wurde von einer Zeitschrift inspiriert, die sein Vater aus den USA mitgebracht hatte. Die verschiedenen Stilrichtungen der Tattoo-Kunst faszinierten ihn. „Ich begann zu verstehen, dass Menschen ihren Körper verändern können, wie sie wollen. Ich recherchierte weiter und stieß auf Tattoo-Websites. Dann fing ich selbst an zu tätowieren“, erinnert er sich. Heute arbeitet er als Tätowierer in seiner Heimatstadt Querétaro. Er hofft, dass Menschen, die extreme Ansichten vertreten, verständnisvoller werden. „Ich möchte die Perspektiven der Menschen verändern. Ich möchte, dass sie verstehen, was ein Tattoo ist, damit sie sich dadurch weder besser noch schlechter fühlen. Sie sollen sich einfach in ihrer Haut wohlfühlen.“ „Ich glaube, dass Menschen wie ich anderen zeigen können, dass jeder das Recht hat, zu tun, was er will“, sagt Toby. Adelita ist Tobys Mutter. Anfangs hatte sie Angst. „Als ich sein erstes Tattoo sah, dachte ich, er wäre einer Gang beigetreten. Und als er sich immer mehr veränderte, hatte ich Angst, ihn zu verlieren“, erinnert sie sich. Mit der Zeit änderte sie ihre Meinung und akzeptierte ihren Sohn. „Das ist es, was er will, und ich bin glücklich mit ihm. Außerdem verdient er damit seinen Lebensunterhalt. Es läuft gut für ihn“, sagt Adelita. Nachdem er viel erlebt und seinen Traumlook gefunden hat, ist Toby selbstbewusster geworden.
Ich bin ein Fan von Körpermodifikationen.
Piercings, Tattoos, transdermale Implantate, Hörner, Sprays und sogar Zungen — Toobi hat alles. Er kann nicht genau sagen, wie viel er für seine Transformation ausgegeben hat. Er sagt, sein „malodos“-Körper habe ihn zwischen 20. 000 und 25. 000 Pesos (74. 000 und 93. 000 Rubel) gekostet. Mit 12 Jahren ließ sich Toby sein erstes Piercing stechen, mit 15 sein erstes Tattoo. „Ich bin glücklich“, sagt er. „Der Junge, den ich gerade im Spiegel angeschaut habe: ‚Wir haben’s geschafft!‘, denke ich. Wenn ich über mich selbst spreche, denke ich sofort an zwei Persönlichkeiten: Carlos (mein richtiger Name) und Toby (meine fiktive Persona)“, sagt Carlos zu Toby. „Jetzt bin ich zu 80 % zufrieden mit mir“, fährt er fort. Toby möchte sich noch ein Horn stechen lassen, weitere Tattoos und Implantate in die Arme.