Wieder einmal behaupten Sexologen, Pornografie sei schädlich!

Die Debatte um Pornografie ist in vollem Gange. Gegner der Pornografie behaupten, das Internet habe „schamlose“ Filme zu leicht zugänglich gemacht, was nicht nur psychisch, sondern auch sozial schädlich sei. Befürworter argumentieren hingegen, Videos seien für viele einsame Menschen hilfreich und könnten Menschen mit sexuellen Funktionsstörungen unterstützen.
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Kritik
Wendy Maltz, eine renommierte amerikanische Sexologin und Psychotherapeutin, beschreibt die negativen Auswirkungen von Pornografie auf Beziehungen und Sexualität in ihrem 2008 erschienenen Buch „Die Pornofalle“. Sie argumentiert, eine Sucht nach pornografischen Videos sei gefährlich und führe zu Scheidung und sexueller Verantwortungslosigkeit. Befürworter dieser Theorie zitieren Maltz häufig und beziehen sich in ihren Artikeln auf ihre Argumente.
Die amerikanische Schriftstellerin und radikale Feministin Andrea Dworkin war wohl die bekannteste Pornophobe. Sie behauptete mitunter recht aggressiv, dass „Pornografie Frauen als männliches Spielzeug darstellt und zu Vergewaltigung und anderen Formen von Gewalt gegen Frauen anstiftet“. Ihr Anhänger und Schüler Robert Jensen schrieb:
Professorin Diana Russell, eine vehemente Kritikerin der Pornografie und Expertin für sexuelle Gewalt gegen Frauen in den Vereinigten Staaten, ist der Ansicht, dass „Pornografie die männliche Trägheit zerstört und verstärkt und zu Vergewaltigung führt“.
Die Werke dieser Koryphäen sind zu einer verlässlichen Informationsquelle für Publikationen über die Schädlichkeit von Pornografie und den ursächlichen Zusammenhang zwischen Pornografie und sexueller Gewalt geworden.

Fakten
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Es scheint, als ob jedes Mal, wenn ein neues Videospiel ein großer Erfolg wird, auch von diesem Spiel inspirierte Pornografie auftaucht. Dieses Phänomen hat begonnen US Statistics erfasst quantitative Indikatoren verschiedener sozialer Phänomene, die sich nach der weitverbreiteten Verfügbarkeit von Pornografie im Internet möglicherweise negativ ausgewirkt haben. Überraschenderweise sind die Ergebnisse jedoch gegenteilig
Im Vergleich zu 1990 hat die sexuelle Verantwortung zugenommen, was sich in einem Rückgang der Abtreibungen um 41 % und der sexuell übertragbaren Krankheiten um 51 % zeigt.
In den letzten 25 Jahren ist der Geschlechtsverkehr Minderjähriger um 7 % zurückgegangen, und die Geburtenrate ist um 33 % gesunken. Darüber hinaus verwenden Teenager im Durchschnitt 16 % häufiger Kondome.
- Im gleichen Zeitraum ist die Scheidungsrate um 23 % gesunken.
- Seit 1995 ist die Rate sexueller Gewalt um 44 % gesunken.
- Wie beeinflusst Pornografie das Leben? Antworten auf Fragen — Sexualwissenschaftlerin und Psychologin Polina Leventhal. Live-Übertragung.
- Haben sich mit der zunehmenden Popularität von Pornografie einige soziale Probleme verringert? Es ist schwierig, mit Sicherheit festzustellen, ob Internetpornografie dafür verantwortlich ist, aber sie erhöht zweifellos die Masturbationsrate und setzt mehr Menschen Bildschirmen aus, auf denen in der realen Welt sexuelle Verantwortungslosigkeit und kriminelles Verhalten anzutreffen sind.
Ambiguität

Schwierige Fragen
Und natürlich ist es ein großer Irrtum, Pornografie als Mittel zur Aufklärung über Intimität oder als Vorbild für realen Sex zu betrachten. Leben und Filme sind zwei verschiedene Dinge. Aber obwohl Menschen Pornofilme missbrauchen und sich damit selbst behandeln, zeigen Studien, dass Pornografie weder Vergewaltigung noch sexuelle Verantwortungslosigkeit oder einen Anstieg sexuell übertragbarer Krankheiten verursacht, die frühe sexuelle Aktivität nicht beeinflusst und die Geburtenrate bei Teenagern nicht erhöht. Und vielleicht kommt der Tag, an dem Experten Pornografie als Therapie für Patienten mit psychischen Gewalttendenzen empfehlen.
Mein Mann masturbiert und schaut Pornos statt Sex zu haben. Was soll ich tun?
Sexologen behaupten wieder: Ja, Pornografie.

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