„Für mich selbst bin ich ein Engel“ oder wie wir unseren Verrat rechtfertigen
Was könnte einfacher sein, als Sex zu definieren? Allerdings ist dieser Begriff, wie viele andere auch, komplexer als allgemein angenommen. Wie Himmel und Erde haben verschiedene Menschen unterschiedliche Vorstellungen von Sex. Manche Menschen glauben, dass Sex einfach ein Akt ist, der mit einem Orgasmus endet. Andere sind davon überzeugt, dass unschuldige Berührungen auch auf Sex zurückzuführen sind und überhaupt nicht zu körperlicher Intimität führen. Jeder von ihnen hat dafür seine eigenen Kriterien. Dies führt oft zu grundlegenden Missverständnissen zwischen Menschen.
Inhalt des Artikels:
Eine höchst interessante Studie zu diesem Thema
Die amerikanischen Wissenschaftler G. Gute, E. Eschbauch und J. Wiersma beschlossen, das Verhalten zu untersuchen, das Menschen als „Sex“ klassifizieren. In einer Studie aus dem Jahr 2008 wurden 839 College-Studenten (96 % der Befragten waren heterosexuell) gefragt, ob sie Oralsex als „vollständigen Sex“ betrachten. Nur 36 % der Mädchen und 39 % der Männer gaben an, dass sie Fellatio und Cunnilingus in diese Kategorie einordnen würden. Allerdings waren die Wissenschaftler nicht so naiv. Anschließend wurden die Probanden gefragt, ob es als Sex angesehen werden sollte, wenn ein Partner Fellatio oder Cunnilingus bei einer anderen Person ausführt. Es überrascht nicht, dass die Zahl der positiven Reaktionen sprunghaft anstieg. 62 % der Frauen und 63 % der Männer beginnen, Oralkontakt als „echten Sex“ zu betrachten. Angesichts dieser Ergebnisse ist es nicht verwunderlich, dass Menschen unterschiedliche Vorstellungen von „Sex“ selbst haben. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2016 bestätigte diesen Befund. Menschen bezeichnen Oralsex eher als Betrug, wenn ihr Partner es tut, als wenn sie es selbst tun.
Lesen Sie auch: Moralischer Verrat: eine unbegründete Fiktion oder ein ernstes Problem? sie haben wahrscheinlich schon vom Konzept der moralischen Rebellion gehört. Dies ist ein ziemlich spezifisches Thema, zumal viele Leute leugnen, dass es überhaupt existiert.
Psychologie der Selbstrechtfertigung
Es scheint, dass Menschen ihren Lieben gegenüber tendenziell nachsichtiger sind. In der Psychologie ist bekannt, dass Menschen in unklaren Situationen dazu neigen, ihr Verhalten eher zu rechtfertigen. Die Menschen um sie herum genießen solche Privilegien jedoch nicht. Damit verbunden ist die Bildung eines positiven Selbstwertgefühls. Dieses Bild bricht zusammen, wenn das Verhalten einer Person als negativ eingestuft wird.
Slot — Engel oder Dämon (offizielles Musikvideo)
Zu den häufigsten sexuellen Ausreden gehören: „Ich war betrunken, also hat mir Fremdgehen nichts bedeutet, ich habe nur einmal mit ihm geschlafen, das zählt nicht.“ Doch sobald andere dieses Verhalten an den Tag legen, flammt in uns berechtigte Wut auf. Wir versuchen nicht, das Verhalten unseres Nachbarn zu rechtfertigen oder zu rationalisieren. Stattdessen beurteilen wir die Person sofort. Schließlich wurde unmoralisches Verhalten zweifellos nicht durch äußere Umstände, sondern durch seine negativen Charaktereigenschaften verursacht.
Psychologische und rechtliche Aspekte der Erkenntnisse
Die Ergebnisse dieser Studien sind nicht nur im Rahmen der praktischen Psychologie und Sexualwissenschaft von Bedeutung. Die Tatsache, dass Menschen dazu neigen, ihr Sexualverhalten anders zu bewerten als das Verhalten anderer, hat in der kriminellen Welt negative Folgen. Mit anderen Worten: Menschen, die sich sexuell belästigen, betrachten ihr Verhalten möglicherweise nicht als kriminell. Und dieses Phänomen kann die Aufgabe, Sexualverbrechen zu reduzieren, erschweren.






