Schwanentreue ist nicht nur gut für das Gewissen: nachweislich gesundheitliche Vorteile der Monogamie

Kann Monogamie gesund sein? „Und bis der Tod dich scheidet.“ Allein der Satz „Bis der Tod dich scheidet“ löst bei vielen Menschen tödliche Langeweile aus. Es kommt sehr selten vor, dass ein Mensch einem Partner ein Leben lang treu bleibt. Weltweit leben etwa 95 % der Säugetierarten und 85 % der menschlichen Kulturen monogam. Für die restlichen 15 % könnte ihre Monogamie jedoch vorteilhafter sein als jegliche sexuelle Freiheit.
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Statistiken
Unter Monogamie versteht man eine rein sexuelle Beziehung mit einem Partner über einen längeren Zeitraum. Natürlich ist Monogamie manchmal gleichbedeutend mit der Ehe. Das Gegenteil von Monogamie ist Polygamie, bei der man mehrere Partner für denselben Zeitraum hat. Die Zahl monogamer Paare hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. In den USA beispielsweise ist die Zahl der eingetragenen Ehen deutlich zurückgegangen.
Im Jahr 2001 waren 2, 1 Millionen Amerikaner verheiratet. Im Vergleich dazu ist die Bevölkerung im Jahr 1970 in den letzten 40 Jahren um etwa 100 Millionen Menschen gestiegen. Schätzungen zufolge sind heute etwa drei Viertel aller Verheirateten ihrem Ehepartner treu.
Was kann die Menschheit zur Monogamie bewegen?
Es gibt viele Theorien, die dieses Phänomen erklären. Zu den Gründen, die Forscher berücksichtigen, gehören sowohl wirtschaftliche Faktoren als auch verschiedene Bedingungen, unter denen Menschen aufgewachsen sind. Andere glauben, dass natürliche Selektion die Schaffung engerer und zuverlässigerer Verbindungen fördert.
Einige Forscher haben die potenziellen gesundheitlichen Vorteile monogamer Menschen untersucht. Natürlich sind Studien, die monogame und polygame Paare vergleichen, selten. Doch es gibt bereits frei verfügbare wissenschaftliche Untersuchungen: Monogamie hat viele positive Aspekte.
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Jeder Mann, der früher oder später versuchte, ein Mädchen kennenzulernen, lehnte die Frau ab, die ihm so gut gefiel. Und vielleicht könnte er darüber nachdenken.
Treue und ihre gesundheitlichen Vorteile
Insbesondere die Nähe zu einer anderen Person ist signifikant mit einem geringeren Ausmaß an Depressionen, einer stärkeren Immunität und einer Herzgesundheit verbunden. Bei Familienmitgliedern ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich geringer als bei freien Einzeltumoren. Darüber hinaus berücksichtigten die Forscher nicht nur neugegründete Paare, sondern auch Paare, die bereits seit vielen Jahren verheiratet waren.
Schwanentreue. Texter: vl. Zakharov, Videobearbeitung von Maksyuta Vl.
In einer Umfrage wurde den Probanden ein Foto ihres Liebhabers gezeigt. Wer eine langjährige Partnerschaft führte, produzierte beim Betrachten von Bildern mehr Bindungshormone (z. B. Oxytocin). Dies wurde nicht beobachtet, wenn man Fotos von Menschen untersuchte, die weniger als zwei bis drei Monate zusammen waren.
Es ist unklar, ob monogame Beziehungen für alle von Vorteil sind. Einige bieten modernere Optionen (zum Beispiel die klassische Regel, dass „Betrug im Urlaub nicht berücksichtigt wird“). Andere neigen dazu, Beziehungen in ihre eigenen, komplexeren Beziehungen einzuführen.
„Mono“ oder „Poly“?
Aus genetischer Sicht streben manche Menschen möglicherweise mehr nach Monogamie als andere. Forscher haben beispielsweise ein männliches Gen entdeckt, das mit Monogamie assoziiert ist. Ob dies eine Rechtfertigung für mehrfache sexuelle Beziehungen ist, ist noch nicht klar — schließlich ist die menschliche Psyche so komplex und verwirrend, dass die Gene daran schuld sind.
Andererseits macht eine monogame Partnerschaft die Menschen nicht automatisch gesünder und glücklicher. Insbesondere ein unzureichendes Sexualleben wirkt sich unangemessen auf Frauen aus. Unehrlicher Sex kann zu Depressionen, Bluthochdruck und Fettleibigkeit führen — woran nur wenige Menschen denken, wenn sie vor dem Traualtar stehen.






