Die sieben Beziehungsphasen, die alle Paare durchlaufen

Zuerst wird man von Gefühlen überwältigt, und die Welt scheint unter einem zusammenzubrechen. Nach der Trennung von jemandem, der einem einst wichtig war, beginnt man zu erkennen, dass man ihn oder sie gar nicht mehr liebt. Wirklich nicht. Denn die eigenen Gefühle wurden noch nicht erwidert. Betrachten wir nun die Entwicklungsstadien unserer Gefühle, bevor man von „ewiger Liebe“ sprechen kann.
Die 7 Beziehungsphasen
- Phase 1 — Verlieben. Die romantischste und verlockendste Phase. Das Herz rast, und einem schwirrt der Kopf. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Wenn wir uns verlieben, schüttet unser Körper Hormone aus, die uns in einen euphorischen Zustand versetzen. Wir sehen nur das Gute in unseren Entscheidungen. Diese Phase der „rosigen Brille“ dauert ein bis anderthalb Jahre.
- Phase 2 — Sättigung — ist die nächste Phase einer Beziehung. Im zweiten Beziehungsjahr holt uns die Realität wieder ein. Wir analysieren die Situation ruhig, betrachten das Verhalten unseres Partners und entdecken Fehler. Und davon gibt es viele! Vor allem, weil wir uns bereits natürlicher verhalten und nicht mehr versuchen, Eindruck zu schinden. Wie der alte Witz sagt: „Er will noch nicht heiraten, aber er hat kein Problem damit, zu furzen.“
- Phase 3 — Abneigung. Befragte Paare in langjährigen Beziehungen erinnern sich übereinstimmend an Phasen unaufhörlichen Streits. In dieser Zeit versuchen die Partner, sich selbst und ihren Ansprüchen anzupassen und testen die Grenzen des Akzeptablen aus. Es ist eine Zeit ernsthafter Prüfungen, ohne die eine gemeinsame Zukunft unmöglich ist. Oftmals kommt es in dieser Phase zu Meinungsverschiedenheiten. Im schlimmsten Fall fühlen sich die Beteiligten (Männer wie Frauen) in diesen drei Phasen gefangen und können sich durch keine der gewählten Phasen befreien. „Wir stecken in einem Teufelskreis fest.“
- Phase 4 — Geduld. Der schönste Teil eines Streits ist die Versöhnung. Wenn Partner Möglichkeiten zur gegenseitigen Entgegenkommen finden und einigen Forderungen des Partners entgegenkommen, gelangen sie in die Phase der „Geduld“. Einer oder beide Ehepartner beginnen, den Streit beizulegen oder ihn in eine Reihe konstruktiver Auseinandersetzungen umzuwandeln. Typischerweise beginnen die Beteiligten, die Eigenschaften und Vorlieben des anderen zu akzeptieren und zu tolerieren.
- Stufe 5 — Respekt. Ältere Menschen sagen, ohne Respekt gäbe es keine Liebe. Und obwohl das in der Phase des Verliebtseins schwer zu verstehen ist, haben sie absolut Recht. Vor allem respektieren wir den Verzicht auf unsere eigenen egoistischen Interessen. Wir hören auf, uns selbst etwas schuldig zu sein, und verhalten uns stattdessen unserem geliebten Menschen zuliebe so. Dies ist vielleicht der berührendste Moment in einer Beziehung. Dieses Verhalten ermöglicht es uns, unseren Partner auf ganz neue Weise zu sehen. Viele Experten betrachten diese Stufe als die erste Stufe der Liebe.
- Stufe 6 — Freundschaft. Erinnerungen an Freundschaften aus der Kindheit, absolutes Vertrauen und Zuversicht in den Partner treten in den Vordergrund. Die Härten des Lebens lehren uns schnell, dass niemandem zu trauen ist. Umso größer ist die Freude, jemanden wiederzufinden, der einen, wie man so schön sagt, „in guten wie in schlechten Zeiten“ nicht im Stich lässt und an der Seite bleibt.
- Stufe 7 — Wahre Liebe. Man könnte sagen, die beiden sind wie „eine Hälfte eines Ganzen“. Sie spüren einander einfach: Sie verstehen sich auf den ersten Blick oder sogar durch kleinste, sonst unmerkliche Zeichen. Gleichzeitig bleiben sie aber Individuen, die ihren Partner weder unterdrücken noch sich ihm anpassen wollen.
Leider erreichen heutzutage nur noch wenige Paare die Stufe der wahren Liebe. Die moderne Gesellschaft gibt jedem das Recht, sich individuell zu entwickeln und nicht in bestimmte Schablonen zu passen. Doch mit dieser Erziehung wird Konzepten wie „Pflicht“ immer weniger Bedeutung beigemessen.

Beziehungen werden als sehr egoistisch wahrgenommen, und man versteht nicht, dass ohne den aufrichtigen, inneren und selbstlosen Wunsch, sich um jemanden zu kümmern, langfristige Beziehungen unmöglich sind. Die Propaganda behauptet, die auserwähltesten Menschen seien erfolgreiche Menschen. Doch oft ist der Erfolg derjenige, der seine Prinzipien aufgeben kann.
7 STUFEN DER BEZIEHUNGSENTWICKLUNG, DIE ALLE PAARE DURCHLAGEN
Trotz verfügbarer Informationen und der Möglichkeit, sich an Familienberater zu wenden, wählen viele Paare den Weg des geringsten Widerstands. Trennung oder Scheidung erscheinen als der einfachere Ausweg.

Doch leider gleicht die Situation, die sie in ihren neuen Beziehungen vorfinden, einer völlig neuen Erfahrung. Und das Traurigste daran: eine allgemeine Enttäuschung über alle Vertreter dieses Geschlechts.
So abgedroschen es auch klingen mag: Intime Beziehungen erfordern viel Arbeit. Aber die Belohnung ist groß — „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“.






