BDSM-Theorie: Die Entstehungsgeschichte der Kultur und ihre grundlegende Terminologie

KnechtschaftstheorieOhne Kenntnisse der Theorie ist es unmöglich, BDSM-Praktiken anzuwenden. Sie müssen verstehen, wie die Bewegung begann, und ihre Hauptrichtungen studieren. Die BDSM-Theorie enthält viele Regeln für angemessene Beziehungen oder sexuelle Begegnungen. Und das erste, was man verstehen muss, ist, dass Übung nicht immer Intimität bedeutet.

Geschichte der Entstehung der Kultur

Obwohl das genaue Datum der Entstehung der Sexualkultur nicht ermittelt werden kann, werden in der Geschichte des 11. Jahrhunderts v. Chr. Fälle von BDSM erwähnt. Schon damals wurde der Chlestakowismus an öffentlichen Orten inszeniert, wo die Zuschauer ihn genossen. Seit 1769 gibt es Hinweise auf Bordelle, insbesondere solche, in denen Waffen und Seile als Sexspielzeug verwendet wurden. In Europa begann sich die BDSM-Kultur zu entwickeln, die sich dank Baron Mar verbreitete. Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller des 18. Jahrhunderts in Sachen Provokation. Baron Mar erwähnt in seinen Werken immer wieder verschiedene Formen unkonventioneller und gewalttätiger sexueller Beziehungen. Es ist erwähnenswert, dass viele Schriftsteller dieser Zeit dieses Thema berührten, de Sade jedoch offener war als andere und in mancher Hinsicht ein Pionier. Baron Mar verbarg seine Leidenschaft für Grausamkeit, Dominanz und Sadismus nicht. Er schrieb das Buch „120 Tage von Sodom“, in dem er die Geschichte von vier reichen und mächtigen Männern schilderte und sich über ihre 38 Opfer lustig machte. Weitere Bücher zum Thema BDSM finden Sie in unserem Artikel hier. Die heutige BDSM-Kultur unterscheidet sich von der, die De Sade einmal beschrieben hat. Es existiert nur im Rahmen der SSC-Regeln. Dies ist eine Abkürzung, die aus drei englischen Wörtern besteht. Sexuelle Praktiken beinhalten keine Gewalt oder direkte Folter, die dazu führt, dass die Interessen anderer Menschen verletzt werden.

Herkunft des Namens

Der Name BDSM tauchte vermutlich Anfang der 1990er Jahre auf. Es besteht aus mehreren Wörtern und ist eigentlich die Hauptrichtung der Subkultur. Wofür BDSM stand: Die Abkürzung BDDSM wurde aufgrund ihrer Vertrautheit und Aussprache schnell verkürzt. Infolgedessen stellte sich heraus, dass der Name die Hauptkomponenten des kulturellen Teils umfasste: Unterwerfung und Fesselspiele, ungleiche Beziehungen zwischen „Herr“ und „Untergebenem“, Sadomasochismus — Freude daran, Schmerzen zu bekommen und/oder zu verursachen. Jede Bewegung hat ihre eigenen Vertreter, die ganz oder teilweise BDSM praktizieren können (mit Praktiken, die Freude bereiten). Das bedeutet, dass der Dominante kein Sadist und der Unterwürfige kein Masochist sein muss. Auch Bondage wird nicht von allen Vertretern des BDSM praktiziert, gilt aber als sehr verbreitet. Die intimsten Details und unglaublichsten Fakten zur BDSM-Kultur sind im Artikel über Bondage zusammengefasst.

Grundlegende Terminologie

In der Subkultur gibt es „offizielle“ Begriffe, die in der informellen Kommunikation selten verwendet werden. Abkürzungen und lose (aber allgemein akzeptierte) Interpretationen werden in der Kommunikation und in Lebensgesprächen zunehmend verwendet. Vertreter der englischsprachigen und russischsprachigen Gemeinschaft kommunizieren unterschiedlich. Dies sollte auch bei der Recherche zu einem Thema berücksichtigt werden.BDSM-Theorie: Die Entstehungsgeschichte der Kultur und ihre Grundbegriffe

  • Knechtschaft — Mit diesem Begriff wird im Allgemeinen Fesselung gemeint, in Wirklichkeit kann er jedoch jede Art von Bewegungseinschränkung bedeuten (Ketten, Schlösser, Käfige);
  • Unterwürfig — ein untergeordneter Teilnehmer an der Praxis;
  • Dominant ist der dominante Teilnehmer der Praxis, der den Prozess leitet;
  • Aktion — Bezeichnung einer Aktion im Zusammenhang mit einem bestimmten Thema (z. B. Tracht Prügel, Fesseln);
  • Rot ist ein gebräuchliches Sicherheitswort, das häufiger von englischsprachigen Mitgliedern der Community verwendet wird.
  • Grün ist ein Wort, das während des Übens gesagt wird und anzeigt, dass der Unterwürfige keine Einwände gegen die vom Dominanten ausgeführte Handlung hat;
  • Gelb ist ein Wort, das den Wunsch der Unterwürfigen anzeigt, den Prozess zu unterbrechen;
  • Ein Profi ist ein Befürworter eines bestimmten thematischen Trends (zum Beispiel Bondage).

Für diejenigen, die sich für das Thema Dominanz und Unterwerfung interessieren, ist der folgende Artikel hilfreich. All diese Wörter (außer „Bondage“ und „Adept“) hört man selten von echten Vertretern des BDSM. In russischsprachigen Gemeinden werden beispielsweise die folgenden Ausdrücke häufiger verwendet

  • Oben — oben, dominant;
  • Ein Anführer ist ein Dominant, der einen ständigen Anhänger hat;
  • Ein Bottom ist eine unterwürfige Frau oder ein unterwürfiges Mädchen;
  • Eine Sitzung ist der direkte Prozess der Implementierung von BDSM-Praktiken;
  • Herrin (Domina) — Top, weiblich dominant.

BDSM sollte schrittweise und sorgfältig erkundet werden, um häufige Fehler zu vermeiden und Stereotypen zum Opfer zu fallen. Nur mit einem kompetenten Vorgehen können Sie am Prozess teilnehmen, ohne sich selbst und anderen zu schaden.

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