Niedrige Libido bei Frauen: Effektive Selbsthilfemethoden

Wenn Mädchen und Frauen ein geringes sexuelles Verlangen verspüren, verändert sich oft das Sexualleben. Beziehungen werden belastet, verschärft durch ständige Streitereien. Sie müssen Ihrem Partner beweisen, dass das Problem nicht bei ihm liegt, sondern dass Sie einfach keine Lust haben.
Artikelinhalt:
Ein häufiges Problem
Wie viele Frauen erleben in bestimmten Lebensphasen eine geringe oder gar keine Libido? Studien zeigen, dass dies bei einem Drittel der Frauen vorkommt. Wissenschaftler der Universität Chicago haben dieses Phänomen analysiert. Die Altersverteilung sieht wie folgt aus:
- 18–29 Jahre: 32 %
- 30–39 Jahre: 32 %
- 40–49 Jahre: 30 %
- 50–59 Jahre: 27 %
- 60–74 Jahre: 38 %
- 75+: 49 %
Wie Sie sehen, kann das Problem der geringen Libido Frauen ihr ganzes Leben lang begleiten. Wie gehen Frauen mit dieser Herausforderung um?
Expertenmeinung
Rosemary Basson, PhD, Gender Studies, University of British Columbia, gibt die Antwort auf diese Frage. In ihrem Interview teilt Professorin Rosemary ihre persönliche Meinung zu diesem Thema:
„Eines der häufigsten Probleme von Frauen ist die abnehmende Attraktivität. Nach der Zulassung von Viagra konzentrierte die Pharmaindustrie all ihre Bemühungen darauf, ein ähnliches Medikament für Frauen zu entwickeln. Es wurde jedoch nichts Brauchbares erfunden. Die weibliche Libido erwies sich als komplexeres Thema, das nicht allein von Pillen abhängt.“
Lesen Sie auch: Wie man die Libido schnell steigert: Nur gesunde Techniken
Das sexuelle Verlangen ist individuell unterschiedlich stark. Ein niedriger Wert bedeutet nicht zwangsläufig, dass…
Libido bei Frauen: Wovon sie abhängt. Was sie beeinflusst. Gynäkologin Ekaterina Volkova.
Gleichzeitig betont Rosemary, dass Schwierigkeiten oft mit der spezifischen Sozialisation von Frauen zusammenhängen. Die Gesellschaft betrachtet die männliche Sexualität als Norm. Wo weibliches Verlangen jedoch geäußert wird, wird es als Zeichen von „leichtlebigen Menschen“ wahrgenommen. Mädchen werden zudem so erzogen, dass sie sich vorrangig darauf konzentrieren, die Bedürfnisse von Männern zu befriedigen, anstatt ihre eigenen zu erfüllen.
Ein weiterer Aspekt dieses Problems betrifft die sexuellen Merkmale der Libido. Etwa ein Drittel der Frauen hat eine höhere Libido als ihr Partner. In zwei Dritteln der Paare ist jedoch das sexuelle Verlangen des Mannes stärker als das der Frau. Dies ist eine der größten Herausforderungen für Sexualwissenschaftler.
Tipps
Im Jahr 2008 führte Dr. Rosemary eine Pilotstudie durch. Es handelte sich um 26 Frauen, die sich einem Test auf verminderte Libido unterziehen mussten. Anschließend entwickelte sie mehrere universelle Empfehlungen.
- Zunächst müssen bestehende Gesundheitsprobleme angegangen werden. Eine verminderte Libido kann durch hormonelle Ungleichgewichte, Störungen des endokrinen Systems und psycho-emotionalen Stress verursacht werden. Wenn Sie unter schmerzhaften Monatsblutungen, Kopfschmerzen, Schlafmangel und endlosen Chefs auf der Arbeit leiden, wundern Sie sich nicht über Ihren verminderten Sexualtrieb, als Sie vor fünf Jahren im Urlaub waren.
- Analysieren Sie Ihre eigenen sexuellen Vorlieben. Eine der wichtigsten Möglichkeiten, eine hohe Libido zu erreichen, besteht darin, auf Ihre Wünsche zu hören. Fühlen Sie sich frei, erotische Fantasien zu haben, entwickeln Sie Ihre Fantasie. Welches Bild ist für Sie das spannendste? Was hingegen stößt seine Asexualität ab? Je mehr Aufmerksamkeit Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen, Vorlieben und Neigungen schenken, desto wahrscheinlicher ist es, dass frischer Sex lebendig und unvergesslich wird.
Alles liegt in unseren Händen — das ist vor allem das Wissen um die Mechanismen, nach denen das weibliche sexuelle Verlangen funktioniert. Denken Sie daran, dass Mädchen mehr als nur mit ihrem Geisteszustand verbunden sind. Um Depressionen und Blockaden beim Verlust des sexuellen Verlangens zu beseitigen, ist häufig die Hilfe eines Psychologen erforderlich.






