Affenhandel: Sind Kapuzineraffen bereit, für Sex zu bezahlen?

Affenhandel: Sind Kapuzineraffen bereit, für Sex zu bezahlen?

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Adam Smith, der Begründer der klassischen Nationalökonomie, glaubte, die Fähigkeit, Gefälligkeiten und Geld auszutauschen, sei allein dem Menschen vorbehalten. „Niemand hat je beobachtet, wie Hunde ehrlich und bewusst Knochen untereinander tauschen“, schrieb er. Doch in einem Labor des Yale-New Haven Hospitals wurden sieben Affen im Umgang mit Geld geschult: „Die Affen wurden darauf trainiert, Geld für dieselben Dinge auszugeben“, schrieb Smith, „und zwar für dieselben Dinge. Und es stellte sich heraus, dass sich Kapuzineraffen in dieser Hinsicht kaum von Menschen unterscheiden.“ Der Kapuzineraffe ist ein brauner Neuweltaffe von etwa der Größe eines schlanken Kindes (und mit einem langen Schwanz). Kapuzineraffen haben ein kleines Gehirn und suchen vor allem nach Nahrung und Sex, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Keith Chen von der Yale University. Chen ist auch Psychologe — er erforscht natürliche Bedürfnisse wie die Nahrungssuche und trainiert Affen darauf, Äpfel und Marmelade zu kaufen. Sie haben einen unstillbaren Appetit. „Die essen den ganzen Tag Marshmallows und wollen immer mehr“, sagt Keith.

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Man denkt bei Wirtschaftswissenschaften meist an Grafiken und Zitate, nicht an Affen und Marshmallows. Ein Blick in die moderne Literatur zeigt jedoch, dass führende Ökonomen Prostitution, Rock ’n’ Roll, Baseballkarten und vieles mehr untersuchen.

Sieben Affen leben in einem riesigen Käfig. Es dauerte Wochen, bis die Affen sich auf den Wert von Geld geeinigt hatten — kleine Silbermünzen wurden unter ihnen verteilt. Sobald die Kapuzineraffen den Wert der Münzen erkannten, fanden sie schnell einen Weg, sie gegen Futter einzutauschen und legten für jedes Futter einen Wert fest.

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Das war allerdings nicht völlig überraschend. Keith wurde Zeuge des allerersten Kapuzineraffen-Tauschs von Geld gegen Sex. Und die Absichtlichkeit dieser Transaktion wurde durch das Folgende bestätigt. Die Affen, die für sexuelle Gefälligkeiten bezahlt wurden, eilten herbei, um diese gegen Trauben einzutauschen.

Ein Experiment, das bewies, dass Ehrlichkeit ein Mythos ist.

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